28.08.2025: Was Faschismus ist und was nicht |
Originalbeitrag unter: https://www.facebook.com/FreiheitsFokus/posts/pfbid027mo1pYNZvuvesRH4EkohRagihrjipZNUudeNpER8xcpvtktwmq4WxvK3eUkP93mPlLinke Dauerhysterie: "Faschismus überall!"Kaum ein Wort wird so hemmungslos missbraucht wie "Faschismus". Für linke und auch linksliberale Ideologen, grüne Moralapostel und die gleichgeschaltete Medienmeute ist es der Universalschlüssel, um jeden Gegner mundtot zu machen. Konservativ? Faschist. Libertär? Faschist. Gegen Massenmigration? Faschist. Für Eigenverantwortung statt Staatsdirigismus? Faschist.
Die Keule funktioniert, weil das Schlagwort emotional besetzt ist: Schrecken der 1930er und 40er, Dämonisierung durch Nachkriegspropaganda, mediale Dauerbeschallung mit Hitler-Dokus. Das Resultat: Ein entleerter, beliebig dehnbarer Kampfbegriff, der nichts mehr erklärt, sondern nur diffamiert.
Doch wer ständig "Faschismus!" schreit, beweist nicht Wachsamkeit, sondern Unwissenheit - oder schlicht Bösartigkeit.
Faschismus: Entstehung und WesenDer Faschismus war ein historisches Phänomen, kein überzeitliches Gespenst. Er entstand im frühen 20. Jahrhundert - als Produkt von Erstem Weltkrieg, Kriegsfront-Erfahrung, Zerfall alter Ordnungen, Modernisierungsschub und der realen Bedrohung durch Bolschewismus.
Alain de Benoist betont, dass man Faschismus nicht als "Ewigkeitsform" sehen darf, sondern als konkretes Kind seiner Epoche - nicht transplantierbar ins Heute, sondern gebunden an die spezifischen Umstände der Zwischenkriegszeit.
Sein Wesen lässt sich im Grossen und Ganzen auf drei Elemente bringen:
1. Jakobinischer Nationalismus - die Nation als revolutionäres Kollektiv
2. Sozialismus von rechts - Ablehnung von Klassenkampf und Parlament, aber Betonung von Einheit und Gemeinwohl
3. Autoritäre Massenmobilisierung - Politik als Bewegung, nicht als Parteiensystem
Modernismus statt MittelalterIm Gegensatz zu linker Propaganda war der Faschismus kein rückwärtsgewandtes Mittelaltertheater, sondern zutiefst modernistisch. De Benoist hebt hervor: Der Faschismus wollte Technik, Industrie, Rationalisierung, sogar Fortschrittsmythen.
Der Wohlfahrtsstaat, Sozialversicherung, Infrastrukturprojekte - all das passte ins faschistische Denken. Der Mythos vom "reaktionären" Faschismus ist reine Geschichtsfälschung, wie Benoist wiederholt klarstellt.
Wirtschaft: Korporatismus statt KlassenkampfDas faschistische Modell war der Korporatismus:
- Privateigentum blieb grundsätzlich bestehen
- Unternehmer und Arbeiter wurden in berufsständischen Körperschaften organisiert
- Der Staat vermittelte zwischen den Interessen - nicht zur Enteignung, sondern zur Integration
De Benoist: Weder Liberalismus noch Marxismus, sondern ein dritter Weg, national reguliert.
Was Faschismus nicht war- Nicht "alles, was Linken nicht gefällt"
- Kein Synonym für jede Form von Autorität
- Kein Blut-und-Boden-Rassismus
- Kein Antisemitismus im ideologischen Kern
- Kein zeitloses Modell - sondern historisch abgeschlossen
Nationalsozialismus: Das andere PhänomenDer Nationalsozialismus war etwas anderes - auch wenn Linke beides bewusst vermengen.
Er verband Nationalismus und Sozialismus, aber definierte das "Volk" rassisch-biologistisch.
Im Zentrum: Blut, Boden, Abstammung
Radikal eliminatorisch: Antisemitismus, Vernichtungspolitik, Expansion nach Osten
Alain de Benoist betont die Differenz:
Mussolinis Faschismus = Staatskult, Integration, Modernismus.
Hitlers Nationalsozialismus = Rassenkult, Volksgemeinschaft, Exklusion.
Beide lehnten Liberalismus und Marxismus ab, beide waren autoritär - aber ihre Grundlage war fundamental verschieden.
Das religiös-politische MomentBeide Bewegungen hatten einen quasireligiösen Charakter: Den Anspruch, den "neuen Menschen" zu schaffen. Politische Priester, Massenrituale, Symbolsprache - Elemente, die sie mit Bolschewismus und islamistischen Revolutionen teilen.
Alain de Benoist nennt den Faschismus eine politische Religion - eine säkulare Form von Glauben, die die Nation an die Stelle Gottes setzt. Genau hier ist der Vergleich interessant:
Gianfranco Freda (https://en.wikipedia.org/wiki/Franco_Freda) sieht in der islamischen Revolution Khomeinis ein Modell eines "mittelalterlichen Priesterkönigtums". Benoist selbst verweist auf diese Parallelen, betont aber: Während Khomeini die Rückkehr zur Scharia als zeitlose Wahrheit predigte, verkörperte der Faschismus den Mythos der Moderne - technikorientiert, zukunftsgerichtet.
Kurz: Islamismus = Rückkehr zum Ursprung. Faschismus = Sprung nach vorn.
Die historische AbgeschlossenheitFaschismus und Nationalsozialismus sind Geschichte. Sie entstanden unter ganz bestimmten Bedingungen, die heute nicht mehr existieren.
- Weltkriege: Vorbei
- Bolschewistische Weltrevolution: Erledigt
- Industriegesellschaft als revolutionäre Kraft: Überwunden
De Benoist unterstreicht: Wer sie heute "wiederkehren" sieht, verwechselt historische Phänomene mit Projektionen.
Linke Heuchelei: Die Faschismus-KeuleDas "Faschismus überall!"-Geheul ist nichts weiter als Instrumentalisierung.
- Bürger wollen Souveränität? = "Faschismus!"
- Skepsis gegen offene Grenzen? = "Faschismus!"
- Kritik an Klimahysterie oder WHO? = "Faschismus!"
- Forderung nach Eigenverantwortung statt Staatsbevormundung? = "Faschismus!"
In Wahrheit ist es nur eine Hexenjagd gegen Andersdenkende. Linke und ihre medialen Lautsprecher arbeiten mit dem Gespenst des "Ewig-Gestrigen", um eigene Machtansprüche zu legitimieren.
Dabei ist es ironisch: Wer heute jeden Gegner dämonisiert, jeden nonkonformen Bürger stigmatisiert und Zensur- wie Überwachungsapparate installiert - der verhält sich selbst autoritär. Linke "Antifaschisten" bedienen exakt jene Methoden, die sie angeblich bekämpfen.
Fazit: Die intellektuelle Bankrotterklärung- Faschismus = Staatskult, nationale Einheit, modernistisch, korporatistisch
- Nationalsozialismus = Rassenkult, Volksgemeinschaft, biologistisch, eliminatorisch
BEIDES abgeschlossen, tot, historisch erledigt.
Wer heute "Faschismus!" brüllt, beweist keine Wachsamkeit, sondern betreibt billige Propaganda. Es ist die Lieblingswaffe der konformistischen Mainstream-Medien, der grünen Heuchler und der linken Dauerempörten - ein Kampfbegriff ohne jegliche Substanz, ein intellektuelles Armutszeugnis.
Oder kurz: Diejenigen, die überall "Faschismus" sehen, sind nicht Gegner des Faschismus - sie sind die Karikatur desselben.
2025-08-28T17:49:21Z