27.12.2025: Die Empörung über Trump's Einreiseverbote - ein Meisterlehrstück politischer Selbsttäuschung |
Originalbeitrag unter: u.nu/H3CV---
Die aktuelle Empörung über Trump's Einreiseverbote ist ein Lehrstück politischer Selbsttäuschung.Dass dieselben Milieus, die gestern staatliche Grenz- und Zutrittsgewalt bejubelten (Sellner, Kontosperren, Berufsverbote, Deplatforming), aber heute plötzlich den "liberalen Rechtsstaat" für sich entdecken, zeigen letztendlich bloss, dass es dabei nicht [nie] um Prinzipien ging, sondern um Besitzstandswahrung hegemonialer Macht.
𝗗𝗲𝗺𝗼𝗸𝗿𝗮𝘁𝗶𝗲 𝗳𝘂𝗻𝗴𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗶𝗻 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗟𝗶𝗻𝗶𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗸𝗮𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗞𝘂𝗹𝗶𝘀𝘀𝗲, 𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁𝘀𝘀𝘁𝗮𝗮𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗟𝗲𝗴𝗶𝘁𝗶𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗮𝗲𝘀𝘁𝗵𝗲𝘁𝗶𝗸
Die
Schmitt'sche Freund-Feind-Unterscheidung wirkt ungebrochen - nur dass der Feind je nach "Current thing" neu etikettiert wird.
Vilfredo Pareto & Gaetano Mosca haben das vor über hundert Jahren beschrieben: Nicht Systeme herrschen, sondern Eliten. Der Unterschied liegt allein in der Verpackung; "moderne" Demokratien sind keine Volksherrschaften, sondern rotierende Oligarchien mit Moral-PR-Abteilung.
Alain de Benoist hat diesen Widerspruch früh benannt: "Unsere Demokratie" inszeniert sich als Herrschaftsbegrenzung, ist real aber ein Machtregime, das Politik durch Moral, Recht und Ökonomie ersetzt. Nicht weniger Macht - sondern entpolitisiert-unsichtbare Macht. In dieser kaschierten Herrschaftsform liegt auch ihre Stabilität.
Giovanni Sartori würde sagen: Formale Verfahren ohne reale Diskursoffenheit sind Simulation.
Michel Foucault ging noch einen Schritt weiter: Recht ist keine Schranke der Macht, sondern ihre Form. Wer einreisen darf, wer sprechen darf, wer als legitim gilt, ist nicht juristisch determiniert, sondern politisch produziert. Heute progressiv begründet, morgen konservativ - die zugrunde liegende Logik bleibt abstrakt stets identisch.
---
𝗩𝗲𝗿𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝗲𝘀 𝗴𝗮𝗯 𝗲𝘀 𝗷𝗮 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗢𝗯𝗮𝗺𝗮, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗘𝗶𝗻𝗿𝗲𝗶𝘀𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗨𝗦𝗔 𝗮𝘂𝘀 𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗚𝗿𝘂𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝘁 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲𝗻, 𝗯𝗲𝗶 𝗜𝗹𝗶𝗷𝗮 𝗧𝗿𝗼𝗷𝗮𝗻𝗼𝘄 𝘇𝗕:
sl.hiddenzone.online/CYj7Dass nun viele schockiert sind, liegt nicht an einem Normbruch, sondern am Rollenwechsel. Macht wirkt solange unsichtbar, wie sie den eigenen Block bedient. Sobald sie sich verschiebt, wird sie als Skandal wahrgenommen.
Das ist kein Versagen der Demokratie - das ist ihre reale Funktionsweise. Wer das nicht begreift, glaubt weiter an Märchen wie
"unsere Demokratie" und
"unser Rechtsstaat", applaudiert reflexhaft dem
"Current thing" zu & spielt brav den
NPC im Dauer-Abo von
"Support the current thing"...
---
FAZIT: Im Kern sind Rechte KEINE objektiv existierenden oder unveränderlichen, gar transzendenten Ansprüche, sondern stets Produkte der jeweiligen gesellschaftlichen Machtverhältnisse. Sie werden gewährt, zurückgenommen oder umdefiniert, abhängig davon, was für die herrschenden Eliten nützlich oder akzeptabel erscheint.
𝗟𝗲𝘁𝘇𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗶𝗻𝗱 "𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲" 𝗲𝗶𝗻 𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗜𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗺𝗲𝗻𝘁, 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗕𝗲𝗹𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗘𝗹𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗳𝗼𝗿𝗺𝘁 𝘄𝗶𝗿𝗱



Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Demokratiesimulation, Eliten, Elitentheorie, Hegemonie, Kultur, Politik, Machtpolitik, Herrschaft, Einreisesperren
Themenverwandte Beiträge - ebenfalls interessant: Der antideutsche Komplex und sein Aufgang im Open-Border-Globalismus💥
Demokratie als politische Kulisse - Über Legitimitätssimulation, Machtästhetik und die Illusion der Rechtsstaatlichkeit💥
Aufklärung zu den wesentlichsten Punkten der Abstimmung am 28. November 2021💥
Das Weltwirtschaftsforum lanciert die Initiative "Grosses Narrativ" nach dem grossen Reset💥
Das Online-Magazin '20 Minuten': Präventive Diskursabwehr ganz im Sinne der transatlantischen Agenda💥
Linksliberal - Kein Muss-Oxymoron, aber oft Tarnkappe für "sanften", postmarxistischen Autoritarismus💥
Was Faschismus ist und was nicht💥
Zwangskollektiv statt Zusammenhalt - Der Sozialstaat als Totengräber echter Solidarität2025-12-27T14:14:32Z